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Hier zeigen wir dir wie du auch zu Hause deinen Kaffee perfekt zubereitest.

 

Ob mit der Hand aufgebrühter Filterkaffee oder Espresso aus der Siebträgermaschine, mit ein paar kleinen Tipps und Tricks zauberst du im Nu leckeren Kaffee!

 

Bei manchen Brühmethoden bedarf es ein bisschen Übung, aber die Belohnung lässt sicherlich nicht lange auf sich warten....

1. Filterkaffee/ Handaufrühen

Mit der Hand aufgebrühter und gefilterter Kaffee liegt wieder voll im Trend!

 

Doch auch bei der Zubereitung wie früher gibt es einige Tricks und Kniffe, die den Kaffeegenuss noch steigern:

Das Kaffeemehl

Optimal sind 60 Gramm Kaffeemehl pro Liter Wasser. Dabei sollte das Mahlgut mittelfein, also sandfein sein. Wir empfehlen, den Kaffee direkt vor der Zubereitung frisch zu mahlen. Je länger der gemahlene Kaffee steht, desto mehr seiner Aromen gehen verloren.

 

Das Wasser

Das Wasser sollte zwischen 92° und maximal 96° Celsius heiß sein. Die optimale Brühzeit liegt bei knapp 6 Minuten pro Liter Kaffee. Am besten bringst du zuerst das Wasser zum Kochen. Das geht bequem per Wasserkocher, aber natürlich auch per Kessel oder Topf auf dem Herd.

 

Die Durchführung

Während das Wasser kocht, solltest du die Bohnen mittelfein mahlen, das Filterpapier an der Falz knicken und in den Filter legen. Am besten ist es, das Mahlgut noch nicht in den Filter zu geben! Denn zuerst wird das Filterpapier mit etwas von dem heißen Wasser angefeuchtet und durchgespült. So wird einerseits das Gefäß unter dem Filter vorgewärmt und ungewollte Geschmäcker aus dem Papier geschwemmt. Außerdem öffnen sich die Poren des Papiers, was auch noch geschmackliche Vorteile bringt.

 

Nach dem Durchspülen das Kaffeemehl in den Filter geben. Falls das Wasser gekocht hat, lieber noch etwas warten. Zu heißes Wasser verbrennt nämlich das Mahlgut direkt bei Kontakt. Dadurch entsteht ein bitterer, verbrannter Geschmack.

 

Wenn das Wasser eine Temperatur zwischen 92 und 96 Grad hat, beginnen wir mit dem Aufgießen:

Zuerst nur wenig Wasser aufgießen (150 ml genügen meist) um das Kaffeemehl einmal ganz anzufeuchten. Der Kaffee beginnt nun zu „blühen“. Die Gase entweichen aus dem Kaffee, wodurch eine gewölbte Oberfläche entsteht. Außerdem riecht es ab jetzt unwiderstehlich gut! Wenn das Wasser vom "Blühen" durchgeflossen ist, kann der Rest aufgegossen werden. Hierbei gleichmäßig  Kreise von Aussen nach Innen ziehen.

 

Und fertig ist ein leckerer, frischer Filterkaffee!

 

Abschließend noch ein letzter Tipp: Lass deinen Kaffee vielleicht auch mal etwas abkühlen und vergleiche dann den Geschmack. Durch das Abkühlen treten nämlich fruchtige und süße Aromen hervor, die vorher von anderen überdeckt wurden ;)

1.1 Aeropress - Filterkaffee unter Druck

So gelingt dir ein leckerer Kaffee oder Espresso mit deiner Aeropress. Mit dieser Methode kannst du schnell und einfach eine schmackhafte Tasse zubereiten. Im Netz gibt es viele Anleitungen zur Zubereitung. Wir haben dir eine leicht anwendbare Variante zusammengestellt, die du nun probieren kannst.

 

Unser Kaffeeexperte und Barista empfiehlt 220ml heißes Wasser auf 16g mittelfein gemahlenen frischen Kaffee, z.B. unseren Bob-o-Link.

 

 

Die Durchführung

 

1. Bereite das Equipment vor und bringe es auf Temperatur

- Aeropress mit heißem Wasser spülen

- Kaffeekanne, z.B. den Hario Range Server oder eine Tasse ebenfalls heiß ausspülen

 

2. Bringe ca. 220 ml Wasser zum Kochen


3. Wiege 16g Kaffee ab und mahle es fein (etwas feiner als für den normalen Handfilter). Die Handmühle Hario Skerton eignet sich im Übrigen sehr gut dafür.


4. Als nächstes wird der Papierfilter in den Schraubdeckel eingesetzt. Durch heißes Ausspülen nimmt er nun eine optimale Passform an (keine Faltenbildung zulassen), während unerwünschte Papierpartikel weggespült werden. Anschließend auf den Aeropress Body drehen.

 

5. Setze den Body auf eine geeignete Tasse oder den Range Server, fülle das Kaffeemehl in den Body und übergieße es mit heißem (nicht kochend) Wasser, sodass sich die Aromenvielfalt später als Geschmack in der Tasse Kaffee wiederfindet. Dieser Schritt gelingt mit dem Hario Buono Wasserkessel ohne kleckern und einfach.


6. Fülle nun das Wasser ein, zunächst ein bisschen, bis es zum Aufquellen des voll mit Wasser bedeckten Kaffeemehls kommt, rühre es vorsichtig mit dem beiliegenden Stablöffel um und gieße das restliche Wasser auf. Tipp: wenn du es auf einer Waage machst, kannst du die richtige Gesamtwassermenge bis 220g kinderleicht ablesen.

 

7. Setze gleich den Pressstempel auf und drücke das restliche Wasser vorsichtig herunter.

 

8. Rühre noch einmal kurz in der Tasse oder dem Range Server um und warte ein wenig bevor du den leckeren Aeropress Kaffee genießt.


Viel Freunde beim Zubereiten und anschließendem Genuss!


2. Pressstempelkanne (French-Press)

In vielen Haushalten findet sich eine Pressstempelkanne. Oft auch French-Press genannt, da die Methode angeblich um 1850 in Frankreich etabliert wurde.


Auch hierbei kann ein sehr leckerer Kaffee zubereitet werden. Oft ist der Kaffee aus den Stempelkannen etwas trüber und kräftiger als gefilterter Kaffee. Das liegt daran, dass bei dieser Brühmethode der Kaffee und das Wasser direkten Kontakt haben und nicht gefiltert wird. Die Zubereitungen mit „Direktkontakt“ werden häufig auch als „Flotationsmethoden“ zusammengefasst.

 

Das Kaffeemehl

Ähnlich wie bei anderen Brühmethoden werden auch in die Pressstempelkanne 60 Gramm Kaffeemehl auf einen Liter Wasser benötigt. Das Kaffeemehl sollte grob gemahlen sein und die Konsistenz von Meersalz haben.


Das Wasser

Das Wasser sollte nicht heißer als 94 Grad sein, da sonst das Kaffeemehl verbrennt und mit ihm die schönen Aromen.


Die Durchführung

Die Zubereitung selbst ist ziemlich einfach.


Am besten bringst du zuerst das Wasser zum Kochen und wärmst das Glas vor, damit der Kaffee auch lange warm bleibt. In der Zwischenzeit kannst du bereits das Mahlgut vorbereiten. Der gemahlene Kaffee (vorher das Wasser zum erwärmen der Kanne wieder entfernen)  kann direkt in das Glas der Pressstempelkanne gefüllt werden. Wenn das Wasser heiß genug ist kann aufgegossen werden.


Anfangs wird nur wenig Wasser aufgegossen, so dass das Kaffeemehl frei schwimmt - ca. 30 Sek. blühen lassen, dann alles leicht umrühren, dabei sollte ein goldbrauner Schaum entstehen.


Danach das restliche Wasser aufgießen. Den Deckel drauf und den Stempel bis zur Wasserlinie drücken.

So wird die optimale Extraktion gewährleistet.


Nach der gewünschten Ziehzeit den Stempel ganz runterdrücken und den Kaffee ausschenken.

Durch das nicht ganz filterfeine Sieb am Stempel bleiben noch feiner gemahlene Teile des Mahlguts im fertigen Kaffee. Dadurch sieht der Kaffee etwas trüber aus als klassischer Filterkaffee - das gehört aber so.


Die Stärke des Kaffees

Ein großer Vorteil der French-Press-Kanne ist, dass du selbst die Stärke des Kaffees betimmen kannst. So lange Mahlgut und Wasser in Kontakt stehen zieht der Kaffee weiter. Allerdings sollte man ihn nicht zu lange ziehen lassen, da irgendwann keine Aromastoffe, sondern nur noch Bitterstoffe extrahiert werden. Wir empfehlen eine Ziehzeit von circa 4 ½ Minuten .

3. Herdkanne (Bialetti)

Bereits Anfang des letzten Jahrhunderts entwickelte Alfonso Bialetti die Herdkanne als Methode um eine Art des Espressos zu Hause zuzubereiten.


Dass seine Entwicklung eine der traditionellsten Varianten der Zubereitung werden sollte, hatte er wohl nicht geahnt.

Die Durchführung

Zuerst muss die Kanne aufgeschraubt und die drei Teile voneinander getrennt werden.


Nun wird in das Unterteil bis zur Markierung Wasser eingefüllt. Kleiner Tipp zu Geschmacksverbesserung: vorgewärmtes Wasser nehmen. Dadurch verbrennt das Kaffeemehl weniger schnell und der Geschmack wird positiv beeinflusst.


In den Siebeinsatz wird nun puderfeines Kaffeemehl gegeben. Der Mahlgrad ist etwas gröber als bei der Siebträgermaschine, da der Kaffee eine etwas längere Kontaktzeit hat. Den Siebeinsatz ruhig voll machen und mit dem Finger glatt streichen. Wichtig: Nicht andrücken!


Der Siebeinsatz wird jetzt wieder auf das Unterteil gesetzt und das Obtereil wieder angeschraubt.


Und jetzt ab auf den Herd. Das Wasser wandert nun durch das Kaffeemehl im Siebeinsatz und kommt durch das Steigrohr im Oberteil als „Espresso“ heraus. Espresso dabei nur in Anführungszeichen, da es streng genommen eigentlich ein Mokka ist.


Schon nach kurzer Zeit hörst du ein gluckerndes Geräusch und der feine Duft von frischem Kaffee steigt in die Nase. Sobald die Geräusche sich eher krächzend/hustend anhören, die Kanne vom Herd nehmen.

 

Viel Spaß beim Genießen dieses einzigartig kräftig und würzigen Kaffees!

4. Siebträger

Siebträgermaschinen sind große Maschinen, die einen unvergleichlich guten Espresso liefern können. Allerdings ist hier auch ein bisschen Können, Aufmerksamkeit und einiges an Vorwissen nötig um das Maximum aus der Maschine rauszuholen.

 

Wer eine Siebträgermaschine zu Hause hat sollte auch eine Mühle besitzen, um frisch und portionsweise zu mahlen.

Das Kaffeemehl

Den richtigen Mahlgrad des Espressos zu finden ist eine der größten Herausforderungen. Das Mahlgut muss pulverfein gemahlen sein. Schon kleinste Veränderungen am Mahlgrad können merkliche Veränderungen bringen!


Wie viel Kaffeemehl zu verwenden ist hängt vom Kaffee und deinem Geschmack ab, aber ein grober Richtwert sind 7-9 Gramm für einen Single und 16-20 Gramm für einen Double Shot. Es gibt aber auch Liebhaber, die Grammzahlen im zweistelligen Bereich für einen einzigen Single Shot verwenden.


Die Durchführung

Zuerst wird die Tasse vorgeheizt. Entweder nimmtst du hierfür den Teewasserauslass an der Maschine oder hälst die Dampflanze in die Tasse und drehst einmal auf.


Bevor das Kaffeemehl in den Siebträger kommt, sollte dieser mit einem weichen Tuch ausgeputzt werden. Selbst wenn sich keine Reste vom letzten Kaffeekeks mehr darin befinden sind oft noch Öle darin, die den Geschmack der nächsten Espressi verzerren oder verschlechtern können.


Nun wird der gemahlene Espresso in den Siebträger getan.


Das noch lose Kaffeemehl wird mit der Hand glattgestrichen. Baristi nennen diesen Schritt „leveln“. Nun kommt der Tamper ins Spiel. Hiermit wird das Mahlgut in den Siebträger gedrückt und damit verdichtet. Dabei wird erst einmal grob angedrückt, einmal gegen den Siebträger geklopft um loses Mehl vom Rand zu lösen und noch einmal fest nachgedrückt. Der optimale Druck sind hierbei 15-20 Kg.


Bevor der Siebträger eingespannt wird, sollte einmal Wasser (Home-Barista) aus der Brühgruppe gezogen werden. Beim sogenannten „flushen“ werden Kaffeereste und das zu heiße Wasser, dass sich im Brühkopf gesammelt hat, ausgeschwemmt. Nach dem Flushen kann der Siebträger in die Brühgruppeeingespannt und der Bezug gestartet werden.


Die Strahlen des Espressos sollten leicht nach innen gekrümmt sein und gleichmäßig laufen. Eine Farbveränderung im Strahl ist nichts schlechtes sondern sogar gewünscht.


Sobald der Strahl an Farbe verliert und schneller läuft sollte der Bezug beendet werden, da sonst der Espresso verwässert und die Crema zerstört wird.


Voilà, ein perfekter Espresso. Leicht dunkle Farbtupfen, sogenannte „Tiger Stripes“ sind nicht nur schön anzusehen, sondern sind der Beweis für den richtigen Mahlgrad.


Noch ein paar Tipps

Generell gilt es einen Espresso innerhalb von 20 bis maximal 30 Sekunden zu ziehen. Ob es dabei ein single oder ein double ist, spielt keine Rolle.


Für ein single Shot werden 25-30 ml Wasser, für einen double Shot knapp 50 durch das Kaffeemehl gelassen.


Hier noch ein paar Tips:

 

Mein Espresso schmeckt zu bitter. Was kann ich machen?   

Dies kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, probiere mal Folgendes:

 

  • Behalte die Mehlmenge bei aber mahle etwas gröber, damit er schneller läuft
  • Hast du einen Leerbezug gemacht? Wenn nicht, lass das Wasser so lange aus der Brühgruppe laufen, bis du das Gefühl hast, dass es nicht mehr spratzelt. Das Wasser aus der Brühgruppe sollte nun eine niedrige Temperatur haben und deinen Kaffee nicht mehr verbrennen
  • Die Brühtemperatur ist eventuell zu hoch. Gucke  mal nach, ob du dies bei deiner Maschine einstellen kannst

 

Mein Espresso schmeckt zu sauer. Was kann ich machen?  

Dies kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, probiere mal Folgendes:

 

  • Probiere mal etwas weniger Kaffeemehl zu benutzen und mahle feiner. An der Bezugszeit ändern sich dann normalerweise nichts. Wenn dies immer noch nicht reicht, mahle den Kaffee noch feiner und verringer gleichzeitig die Bezugszeit
  • Vielleicht ist auch die Brühtemperatur zu niedrig, gucke auch hier mal nach, ob du dies bei deiner Maschine einstellen kannst
  • Eventuell hast du „aus Versehen“ einen hellen, fruchtigen Espresso gekauft – der soll dann auch so schmecken!